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Die GottheitBearbeiten

Sharess (sprich: SHAH-ress) ist die Göttin des Hedonismus, der Festhallen und der sinnlichen Erfüllung. Sharess wird oft als wunderschöne, sinnliche Frau mit dem Kopf einer Katze dargestellt. Sie besitzt die individualistische und hedonistische Persönlichkeit einer Katze und putzt ständig an sich herum, um eine bestmögliche Erscheinung zu gewähren. Sharess ist zum Flirten geboren und liebt es, mit schönen Sterblichen zu spielen: Sobald sie genug von einem hat, wendet sie sich schnell neuen Quellen sinnlicher Freuden zu. Sharess ist eine strahlende Göttin mit deren Schönheit es alleine Sune aufnehmen kann. Man sagt, ihre Stimme ist ein kehliges Schnurren, welches dem Zuhörer das Gefühl gibt, er oder sie würde vom sanftesten Fell oder dem seidigsten Samt gestreift wenn sie spricht. Sie ist eine flatterhafte, unbeständige Göttin, welche verhindert, dass jemand ihrer wahren Seele zu nahe kommt. Sie besitzt die den Katzen eigene vergnügungssuchende Natur und deren eigensinnige Unabhängigkeit. Selbstgefällig putzt und pflegt sie ständig an sich herum, um die strahlende Erscheinung zu wahren. Sharess genießt es, mit sterblichen Männern und Frauen zu spielen und kann dem lockeren Flirt mit jedem, der ihr begegnet, nicht widerstehen. Dennoch, kühlt sich ihr Überschwang und ist ihre Leidenschaft gesättigt, ist sie leicht wieder abgelenkt und bereit, sich nach neuen Vergnügungen umzusehen. Sie kann zu jederzeit durch die Augen aller Katzen sehen, ihr Kuss kann das Geschlecht eines Wesens umkehren und sie fällt aus jeder Höhe immer unbeschadet auf ihre Füße. Sie zeigt ihre Gunst durch die Anwesenheit von Katzen, Doppelgängern in berauschenden Formen, Dryaden oder Satyrn, guten und neutralen Sirenen, Elfenkatzen, Tressym und einiger weniger (sehr seltener) nichtböser Alu-Scheusale, welche mit ihrer Philosophie übereinstimmen. Sie genießt prächtige Juwelen, exzellente Speisen und alles Schöne, so gewährt sie ihre Gunst auch denen, welche ihr solches opfern. Sie verabscheut Schlangen.

DogmaBearbeiten

Von Priestern der Sharin wird erwartet, dass sie ihr Leben dekadenter Sinnlichkeit weihen. Vergnügen ist zu jeder Gelegenheit anzustreben, man soll sein Leben wie eine nie endende Orgie führen und es in vollen Zügen auskosten. Was gut ist, ist vergnüglich und was vergnüglich ist, ist gut. Verbreite die Freigiebigkeit der Göttin, auf das ein jeder an der endlosen Lebensfeier teilhaben und Freude zu den Leidenden bringen möge. Unendliche Erfahrung wartet auf die, welche zu erforschen trachten, so versuche das Neue ebenso bereitwillig, wie du das Alte genießt.

PhilosophieBearbeiten

Kleriker der Sharess sind die ultimativen Sensualisten. Sie lieben es, zu fühlen und zu erfahren, was das Leben an Sinneseindrücken zu bieten hat: Texturen, Temperaturen, Geschmäcker, Gerüche und andere Genüsse. Fußmassagen, Rückenkraulen, Kratzen - sie würden nackt durch grimmige Stürme gehen, um das Peitschen des Regens wahrhaft zu spüren. Sie kosten gerne fremde Küche mit seltsamen Geschmackskombinationen. Werden sie in der Schlacht verwundet, wollen sie den Schmerz fühlen, auch, wenn sie verzweifelt nach Heilung suchen. Hitze, Kälte und Auspeitschungen sind einige der Dinge, welche Novizen auf ihrem Weg zur sinnlichen Erfahrung kennenlernen - sei es beim einen Mal die Brennesselpeitsche oder beim nächsten Mal das zarte Band besetzt mit Daunen.Gerne schlafen sie mit beiden Geschlechtern, mehreren Partnern, fremden Rassen an ungewöhnlichen Orten in außergewöhnlichen Stellungen und Techniken - alles um der Erfahrung wegen. So freizügig dies anmuten mag, sollte man streng zwischen dem Sensualismus der Kleriker und gewöhnlichem Hedonismus unterscheiden: Kleriker wollen neben den Freuden auch die Leiden der Sinne erfahren und sind nicht - wie Hedonisten - vorrangig an der größtmöglichen Erfüllung ihrer eigenen Gelüste interessiert. Es ist ihnen sehr daran gelegen, dass auch die Personen um sie die Freuden des Lebens in vollen Zügen genießen, so sind sie sehr bedacht darauf, ihren Mit"menschen" dies zu erleichtern. Sei es nur das Probieren einer fremden Speise - Kleriker der Sharin helfen einem, sich zu entspannen, sich gehen zu lassen und neue Erfahrungen zuzulassen. Sie trachten dabei aber nicht, die Leute zu beschämen oder Anstoß zu erregen, auch wollen sie nicht die örtlichen Gesetze brechen oder ihren Begleitungen das Leben schwer machen. Weisheit, Verständnis für andere Individuen und die Rücksicht für deren Gefühle sind oberstes Gebot. Denen, die es nicht wünschen, wird eine Klerikerin kein freizügiges Angebot machen, auch wird sie zu unpassender Gelegenheit nicht die aufreizende, sich ständig entblößende Verführerin geben. Sie wird einer Begleitung anbieten, Hilfe beim Entkleiden, Kämmen, Kratzen oder Baden zu sein, dabei aber mit Fingerspitzengefühl klarstellen, dass jegliche sexuelle Komponente nur so weit geht, wie gewünscht. Bei anderer Gelegenheit, zb. in weniger zugeknöpfter Gesellschaft, kann die Klerikerin hingegen zur wild kokettierenden Venusfalle werden. Übrigens verschmähen sie zwar nicht den Wein, meiden aber die Betrunkenheit, welche das körperliche Erfahren sinnlicher Eindrücke und die Erinnerung an die erlebten Vergnügungen dämpft. Sharessin schämen sie niemals ihres Körpers oder dessen Bedürfnissen und Vorgängen. Blutverschmiert oder von anderen Flüssigkeiten des Feindes bedeckt zu sein kümmert sie wenig, ebenso wie das Freisaugen einer Wunde von Gift oder das Hineinstopfen von aus Wunden tretenden Innereien ihnen Unbehagen oder Übelkeit bereitet. Fühlt eine Sharessin zb. ein Jucken an unerreichbarer Stelle, wird sie nicht zögern, sich zu entblößen und gegebenenfalls sogar Fremde um Hilfe beim Kratzen zu bitten - oder sich an einem Baum zu reiben, wie es Katzen tun. Oft signalisieren sie sogar Vergnügen durch katzenartiges Schnurren. Eine Lieblingsaktivität ist es, Speisen vom entblößten "Teller" eines nackten Körpers zu essen, tatsächlich schreiben einige Tempelriten solche Diners für Novizen des gleichen Geschlechtes vor, um die Unterscheidung zwischen sexueller und sinnlicher Erfahrung zu lernen. Mit der Ausnahme von unerträglich heißen oder kalten Situationen, werden es Sharin-Kleriker vorziehen, nackt zu schlafen, selbst wenn sie mit jemandem zusammenliegen und keine sexuelle Aktivität geplant oder gewollt ist. Zwar drängen sie sich keiner kranken oder verwundeten Person so auf, sie zögern aber nicht, sich nackt in irgendwelche Betten zu irgendwelchen Leuten zu legen - einsame Halborks sowie die Versehrten und Entstellten lieben Kleriker der Sharess. Auch sind sie nicht dumm genug, nackt oder schlecht gerüstet in einen Kampf zu ziehen, in absoluten Notfällen aber scheuen sie nicht davor, sich einfach eine Waffe zu greifen und keine weitere Zeit mit Ankleiden zu verschwenden. Das Obergewand des Sharessin - und bedeckt es ihn auch von Kopf bis Fuß - ist versetzt mit Schlitzen und Abnähern um eilfertig und bequem gehoben oder geteilt zu werden. Muss er auf einer Steinmauer oder einem Baumstumpf sitzen, so kann er so sein Gewand leicht umordnen, damit ihm der Kontakt zwischen Haut und Oberfläche ermöglicht wird. Manche Kleriker höherer Ränge tragen Hüftgürtel, verziert mit Kletten, Dornen, weichen Fellflicken usw. - nicht, weil sie heimlich Loviatar oder Ilmater preisen, sondern um abwechslungsreiche Sinnesreizungen zu erleben. Üblicherweise tragen Sharessin keine Unterwäsche. Sharessin betrachten immer die heitere, helle Seite des Lebens. Sich zu verirren oder in einen Regenguss zu geraten sind lediglich Möglichkeiten für neue Sinneserfahrungen, welche man andernfalls nicht erlebt hätte - aber niemals Unannehmlichkeiten. In jeder Gruppe bemerken sie sofort die Einsamen oder Unglücklichen und versuchen sogleich, dem Abhilfe zu schaffen. Ist jemand verwirrt, in Trauer oder deprimiert, wird die Sharessin der stille und sanfte Trost für denjenigen sein. Alles im Leben - egal, wie unbequem es auch sein mag - soll und muss genossen werden.

GeschichteBearbeiten

Sharess ist der mittlerweile weitverbreitete Name der Gottheit, welche ursprünglich als Bast bekannt war. Als die Mulhorandisches Pantheon nach Faerûn emigrierten, befand sich Bast unter ihnen. Damals war sie hauptsächlich als Anhurs Leutnant im ewigen Kampf gegen Set und als die Schutzherrin der Katzen bekannt, verehrt für ihre Fähigkeit, die Ratten vom kostbaren Korn der Mulhorandi ferzuhalten, sowie für ihre immerwährende Wachsamkeit gegen die Schlangen und Skorpione Sets. Zur Zeit der Zweiten Königreiche Mulhorands und Unthers gewannen mehrere Tierkulte an Popularität, zumindest für eine Zeitlang. Während dieser Periode begannen die Mulan und die Turami, Felidae (Göttin der Katzen, der Sinnesfreuden, der Nomaden und Barbaren des Nordens und Westens) zu verehren und in kurzer Zeit verinnerlichte die mächtigere Bast deren Portfolio und nahm sich deren Position. Allerdings quälte sie die Fremdartigkeit der neuen Welt und wie es Katzen geschieht, erwachte in ihr die Wanderlust. Als Ao Maske erlaubte, seine geographische Einflussphäre auf die Diebe der Alten Königreiche zu erweitern, verlangte er als Austausch, dass das Faerûnisches Pantheon eine Mulhorandi-Macht in dessen Einflusssphäre zuließ. Bast brach sofort auf, um Faerûn zu erforschen. Sie behielt wenige Anhänger in der Sphäre Mulhorand und beantwortet weiter deren Gebete - wenn auch sporadisch - so ging ihr Name und ihre Macht in den Alten Königreichen niemals verloren. Bald wurde sie als die Schutzherrin der Festhallen bekannt, während sie durch die weiten Reiche wanderte. Eine Vielzahl kurzlebiger Kulte entstanden im Sog ihres Vorbeiziehens, jedoch verschwanden die meisten wenn die Göttin das Interesse an ihrem aktuellen Schwarm verlor und sich neuen Vergnügungen zuwandte. Die Verehrung von Katzen in Cormyr und Mulhorand ist das verbliebene Erbe dieser uralten, wilden Ausschweifungen. Die Verbindung zwischen Bast aus den Alten Königreichen und der westfaerûnischen Sharess wird durch die Tendenz unterstützt, die Göttin auf Abbildungen eine prächtige, schwarze Katze streicheln zu lassen. Einige Zeit später erwarb Bast das Portfolio und den Aspekt einer elfischen Halbgottheit, welche von den Yuirwald-Elfen verehrt wurde. Zandilar die Tänzerin war die elfische Göttin der Liebe, deren Portfolio - im Gegensatz zu dem der mehr an Romantik und Schönheit orientierten Hanali Celanil - sich mehr der Leidenschaft und dem heißen, schnellen und ebenso flüchtig sterbenden Feuer der körperlichen Liebe zuwandte. Zandilar war eine freudvolle, aber tragische Halbgöttin, von der man sagt, sie hätte ihre weiblichen Reize benutzt um Informationen über die Gottheiten anderer Pantheons zu erlangen und um menschliche Häuptlinge davon zu überzeugen, die Yuir in Frieden zu lassen. Als die Yuir begannen, in einer Serie von Schlachten gegen die Drow-Armeen zurückzuweichen, versuchte Zandilar die Drow Gottheit Vhaeraun zu verführen um ihn entweder Informationen abzuringen oder seine Unterstützung für Lolths Streitmächte zu beenden. Der Dunkelelfenlord jedoch verriet Zandilar und kerkerte ihren Avatar ein, so dass ihre Selbstaufopferung nichts bewirkte. Vhaeraun hatte vor, Zandilars göttliche Essenz für sich selbst zu nutzen, scheiterte aber, als Bast ihn lange genug ablenkte, um Zandilar eine Flucht zu ermöglichen. Aus Dankbarkeit und purer Notwendigkeit vereinte die schwer geschwächte Zandilar ihre Essenz mit der von Bast, um eine verfrühte Geburt von Vhaerauns Sohn, Selvetarm, herbeizuführen. Danach war die gestärkte Göttin mächtig genug, den Yuir-Elfen bei der Abwehr der Drow zur Seite zu stehen. Als Resultat dieser Vereinigung wurde Bast konzentrierter auf das Erlangen von Vergnügen und erwarb sich den Spitznamen "Die Tanzende Dame." Einige Zeit nach dem Falle Myth Drannors begann Bast mit der dunkleren Seite der Lust zu experimentieren und fiel unter den Einfluss von Shar, der Herrin der Nacht. Bekannt als die Maiden der Verbotenen Frucht wurden die beiden Göttinnen in der Liturgie der Shar-Kirche stark miteinander verbunden, bis Bast nur mehr als Aspekt der Shar galt und fortan Sharess genannt wurde - was wörtlich soviel wie "Kleine Shar" bedeuten konnte. Die Reihen der Kleriker Sharins lichteten sich in den Reichen als die Nachtbringerin von ihr als Vorbotin der Verzweiflung und des Verlustes sprach, welcher alle Lebewesen einst ereilt. Diejenigen, welche in diesen Tagen die Göttin der Lust trafen, sahen ihre Schönheit langsam verblassen und die Lebensfreude aus ihren Augen weichen. Sharess wurde dennoch niemals völlig von Shar vereinnahmt und während der Zeit der Sorgen wurde sie von Sune aus ihrem dunklen Schicksal befreit. Sharess hatte die Form der liebsten Konkubine des Pashas von Calimport als ihren Avatar angenommen und beschäftigte sich mit dem wilden, dekadenten Leben im dortigen Harem als der der Avatar Shars auftauchte, um Sharess ein für alle mal zu erschlagen, wie sie es schon mit Ibrandul getan hatte. Bevor Shar Sharess erschlagen und ihr Portfolio vereinnahmen konnte, erschien Sunes Avatar mit eine Kelch, gefüllt mit den heiligen Wassern Immergolds, um Sharess in dessen flüssiger Essenz zu baden. So erlangte Sharess unmittelbar ihre verblichene Schönheit wieder und begann, gegen den bitteren Einfluss der Dunklen Tänzerin zu rebellieren. Im Sog der Götterkriege entfernte sich Sharess aus den Reichen, um gemeinsam mit Sune und Hanali Celanil in Arvandor um den Immergold-Teich zu frohlocken. Es heißt in manchen Geschichten, Sharess wäre eine jüngere und dekadentere Schwester Sunes - dies ist jedoch nicht richtig: Sharess beschämt Sune und sogar Lliira mit ihren Exzessen.

BeziehungenBearbeiten

Sharess klammert sich heftig an ihre neugewonnene Unabhängigkeit und ist trotz Sunes Ratschlägen und dem dunklen Flehen Shars vernarrt in das Streben von Vergungen aller Formen. Ihr wiedererstarkter Klerus breitet sich in den Festhallen der Reiche aus, um ihre Verehrer königlich mit den (völlig unfundierten) Geschichten der schlüpfrigen Taten von Sharess und ihrer Freundinnen Milil und Lliira sowie anderer Faerûner Gottheiten zu beglücken. Sie ist morbide fasziniert von Ilmater und versucht regelmäßig, ihn zu verführen - bisher ohne Erfolg. Mit Nobanion kommt sie aufgrund ihrer verbindenden, katzenhaften Natur gut aus, Sharess kann jedoch nicht widerstehen, ihn gelegentlich zu necken (und ihn so ärgerlich auf sich zu machen), da sie furchtbar gerne die Grenzen seiner sittenstrengen Persönlichkeit ausfranst um zu sehen, was wohl passiert.

VerbündeteBearbeiten

Die Göttinnen Lliira, Sune und Sharess sind einander recht eng verbunden und es ist nicht ungewöhnlich, Mitglieder ihrer Kirchen zusammenarbeiten zu sehen, um den Glauben an diese Gottheiten zu feiern. Viele Aspekte ihrer Portfolii verschwimmen oder überschneiden sich: Ein wunderschöner Festakt aus Speisen, Kunst, Tanz, Trank, Fröhlichkeit, Liebe (und Lust) übertritt die Grenzen ihrer aller Portfolii. Bast und Anhur verbindet eine immer wieder auflodernde Beziehung, welche zwischen tiefer Liebe und Desinteresse pendelt und regelmäßige Zänkereien sowie gelegentliche Anfälle von Groll (speziell auf Basts Seite) beinhalten. Dennoch würden beide einander immer helfen, ginge es um Dinge von großer Wichtigkeit

FeindeBearbeiten

Sharess pflegt im Kern ihrer Persönlichkeite einen sehr lebendigen Hass auf Set und dessen Aktivitäten. Man kann sich immer darauf verlassen, dass sie sich gegen ihn stellen und die Wurzeln seines Einflusses ausreißen will. Sharess ist sich der dünnen Linie zwischen ihrem Portfolio und dem Loviatars wohl bewusst und bewacht ihre Domäne eifersüchtig vor dem Einfluss der Maid der Schmerzen. Aufgrund der vergangenen Geschehnisse ist sie ebenso mit Shar verfeindet.

ErscheinungenBearbeiten

Sharess ist eine strahlende Göttin mit deren Schönheit es alleine Sune aufnehmen kann. Ihre liebste Manifestation ist die einer unsichtbaren Liebkosung, welche ungekanntes Entzücken schenkt und das Empfinden von Vergnügung intensiviert. Durch eine Art göttliche Illusion kann sie als das leidenschaftlichste Verlangen einer jeden Kreatur erscheinen. Als die Dame vom Goldenen Herzen (nicht zu verwechseln mit Hanali Celanil, auch "Dame Goldherz" genannt) manifestiert sie als üppige, bronzehäutige Menschenfrau mit langem, rabenschwarzem Haar und den grünen, schlitzförmigen Augen einer Katze. Sie kleidet sich in provokative Gewänder, welche einem geschmacklosen Flittchen ebenso wie der verzärtelten Konkubine zu Gesicht stünden. In dieser Form erscheint sie als Bast in Mulhorand, auch wenn sie dort die örtliche Tracht trägt und meist mit dem Kopf einer Katze abgebildet wird. Ihre Fingernägel sind trügerisch filigran, dafür aber scharf und tödlich wie die Krallen einer jagenden Katze. Als die Katzenhafte Jägerin verkörpert sie die sinnliche Erscheinung einer lohfarbene Hauskatze mit rasiermesserscharfen Krallen und boshaft glimmenden Smaragdaugen. Wenn sie die Form Zandilars, der Tänzerin annimmt, ist sie eine wunderschöne und blauhäutige Elfe, gekleidet in hauchdünne Gewänder. Es heißt auch, sie manifestiert sich als ein Paar körperloser, schwebender Frauenlippen in der Größe eines menschlichen Kopfes. Manchmal verweilt sie tagelang als herrlicher Parfumduft.

Die AnhängerBearbeiten

Die Dame der Leidenschaften wird von weiblichen und männlichen Escorts verehrt, welche stolz auf ihren Beruf sind; ebenso von den dekadenten Reichen und denen, welche endloses Vergnügen im Leben anstreben. In Mulhorand wird sie auch von denen angebetet, welche Set bekämpfen - manchmal belohnt sie die, welche lange und hart gegen ihn kämpfen mit gelegentlichen Nächten voller wildem Vergnügen, um deren zukünftige Anstrengungen zu erhöhen. Sharins Glaube ist noch recht jung und seine Zeremonien sehr lose und fließend, mit langen Messen, welche oft nicht mehr als ausgedehnte Feste und Orgien, gefeiert mehr durch die körperlichen als durch die geistigen Gebete, sind. Eine große Zahl an ehemaligen Anhängern Waukeens, welche Lliiras Lehren ablehnen, konnten sich für Sharess interessieren. Sie wird in großen, städtischen Gegenden wie Calimport, Tiefwasser und anderen Städten entlang der Schwertküste verehrt, kleine Schreine zum Lobpreis der Lustgöttin findet man aber überall in den Reichen. Unter Sharins Anhängern und Klerikern findet sich eine kleine, aber ansehnliche Anzahl an Elfen und Halb-Elfen, die meisten von ihnen ehren sie als Zandilar, die Tänzerin.

SharessinBearbeiten

Ihre Priester und Priesterinnen sind allgemein als Sharessin bekannt. Männer und Frauen finden sich in deren Reihen, wenn auch charismatische und körperlich schöne Frauen die Mehrheit darstellen. Die Kirche der Sharess ist locker organisiert, wenn auch deren Mitglieder zusammen arbeiten und spielen. Viele Priester und Priesterinnen betreiben Festhallen in großen Städten, in denen richten Feste für alle Sinne aus, mit himmlischen Bädern, genussvollen Massagen und jeglichen anderen vorstellbaren Vergnügungen. Reiche Festhallen haben meist ein oder zwei mittelstufige Sharessin unter den Angestellten. Einige dienen dekadenten Herrschern, andere Kleriker wiederum wandern mit Sharins Segen durch die Lande, immer auf der Suche nach neuer Befriedigung oder Erfahrungen für ihr Repertoire. Viele professionelle Escorts in großen Städten schließen sich zu formalen oder losen Gilden, geführt von Sharessin zusammen. Kleidung

Bast-PriesterinBearbeiten

Alle Priester der Sharess tragen ihr Haar lang und gestalten es so, dass es die Vorzüge ihrer Körper und Antlitze bestmöglich unterstreicht und umrahmt. Das Priestergewand des Klerus variiert großzügig nach dem Geschlecht des Priesters, des örtlichen Klimas, der momentanen Mode und dem Geschmack des Priesters selbst. Kurtisanen aus Tiefwasser bevorzugen höchst zweideutige Abendkleider, welche sie mindestens halbnackt erscheinen lassen, während die Frauen aus Calimports Harems durchscheinende Negligees, kurze Westen, durchsichtige Hosen, Goldstaub und endlose Schnüre und Ketten aus dekorativ glitzernden Perlen und Schmucksteinen. Männliche Priester bevorzugen typischerweise enge, auf deren Vorzüge angepasste Bundhosen und blusenartige, offene Hemden; oftmals geschmückt von dekorativen Gürteln und Westen. Die wenigen in Mulhorand übergebliebenen Priester der Bast tragen enge Kalasiris (weiße, knielange Leinenhemden) und kunstvoll geschmückte Krägen, unterstreichend in Brusthöhe getragen.

Spezielle PriesterBearbeiten

Der Klerus der Prinzessin der Leidenschaften ist gleichmäßig zwischen Klerikern und spezialisierten Priestern aufgeteilt, auch wenn die Waage sich langsam in Richtung letzterer neigt. Gesinnungsbeschränkungen für den Klerus (besonders für die Kleriker selbst) sind schwach, ein milder Zug in Richtung Böse ist dennoch oft toleriert. Priester, welche böse bleiben und nicht zurück zur Neutralität können oder wollen, werden oft im Geheimen von Agenten der Shar auf die Seite der Dunklen Maid gezogen. Die Glückskatze selbst scheint solche Abtrünnigkeiten entweder nicht verhindern zu wollen oder zu können.

SensatenBearbeiten

Spezialpriester der Sharin werden Sensaten genannt, die Mehrheit besteht aus Menschen, auch wenn Elfen, Halb-Elfen und gelegentlich auch Halblinge zu solchen werden. Diese Priester und Priesterinnen sind bekannt dafür, auf fesselnde Weise charmant und besonders leichtfüßig zu sein. Sie verkörpern am besten Sharins Aspekt als Dame der Festhallen und deren hedonistischen Vergnügungen und Begehren. Die Macht der Sensaten ist am größten entlang der Schwertküste (besonders in Tiefwasser) und nicht selten prallen sie durchaus aggressiv mit den militanteren, traditionelleren Zelebranten der Sharess aufeinander.

Zelebrantin der SharessBearbeiten

Eine andere Gruppe von Spezialpriestern. Diese Anhänger der Göttin vernachlässigen Sharins aktuellen Aspekt als Göttin von Vergnügen und Lust, viel eher verehren sie in ihr die uralte Feindin Sets, Anhurs Leutnant. Die Zelebranten sind Verführer und Krieger, Hedonisten und fromme Champions des Guten. Während die meisten Anhänger der Göttin chaotisch neutral und manchmal sogar in Richtung böse tendieren, sind die Zelebranten eine omnipräsente Erinnerung, dass das Böse der Feind ist und das Vergnügen freigiebig als Akt des Guten geteilt werden muss. Sind die Zelebranten auch keine Kleriker, repräsentieren sie doch in vielen Dingen eine "wahrere" Verkörperung der Natur der Göttin als viele Kleriker. Die meisten waren früher Barden, manchmal findet man Barbaren und sehr oft Schurken in deren Reihen. Zelebranten sind selten, sie finden wenig Gefallen und Aufnahme in der Kirche der Sharess, innerhalb deren sie eine Reformbewegung initiierten. Das Establishment sollte herausgefordert und dessen Interpretation von Sharess Dogma geändert und wieder mehr zu dem guten Aspekt ihrer Gesinnung hingekehrt werden.

Tänzer der SharessBearbeiten

Irgendwo zwischen den Sensaten und den Zelebranten bewegen sich die Tänzer der Sharess, immer auf der Suche jede Gelegenheit zu Vergnügen und das ganze Leben als endlose Feier zu nutzen. Sie schätzen ungebundene Freiheit ohne Pflichten und widerstehen Einschränkungen jeglicher Art, die andere ihnen aufzwingen wollen - seien diese kultureller, emotionaler, geistiger oder physischer Art. Tänzer der Sharess folgen dennoch einer Vielzahl von traditionellen Einstellungen, welche durch die Entwicklung ihrer Göttin und der Kirche im Laufe der Zeit geprägt wurden. So resultiert der Hass auf Set, Vhaeraun und Shar, Verbindung zu Katzen und die Liebe zum Tanze aus der langen Geschichte Sharins. Tänzer der Sharess lieben den Tanz und sind die gekonntesten Sänger und Instrumentalisten. Sie finden das Böse ekelhaft und abstoßend, Untote werden wegen der unnatürlichen Störung der friedlichen Rast des Schlafes und dem Verstoß gegen das Vibrieren der positiven Energie des Lebens gehasst. Die Göttin als Bast verleiht den Tänzern eine Tradition von Kampfkünsten, die man kaum hinter ihrer vergnügungssüchtigen Fassade vermuten mag. Kleriker werden oft zu Tänzern, am seltensten Druiden und Waldläufer - Paladine und Mönche sind durch die strengen Einschränkungen und die rechtschaffene Natur ihrer Klasse ebenso ungeeignet für die Philosophie der Sharess.

Die Augen des AbendsBearbeiten

Es wird gemutmaßt, dass es eine geheime Schwesternschaft von weiblichen Werkatzen gibt, welche nicht nur Selûne Anerkennung zollen, sondern auch Sharess dienen. Diese einzigartigen Anhänger sind die auserwählte Elite, von beiden Göttinen mit der Gabe, sich in gewöhnliche Katzen zu verwandeln gesegnet. Ein Auge des Abends entzückt sich an allen Formen des körperlichen Vergnügens, bewahrt jedoch jederzeit die stille Eleganz einer Katze. Sie ist von leiser Stimme und großer Geduld, dennoch aber eine gerissene und gefährliche Gegnerin. Zum Auge wird man nicht durch Ausbildung, man wird schlicht dazu erwählt. Über die Ziele und Absichten dieser mysteriösen Gefährtinnen ist nichts bekannt, obwohl es Gerüchte gibt, sie würden in Vollmondnächten Jagd auf Kultisten Shars und Loviatars machen.

QuellenBearbeiten

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